Für unsere Rechte.
Seit 1994.

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DIE GESCHICHTE DES VEREINS

Das Zurich Pride Festival (ZHPF), vormals bis 2009 «CSD (Christopher Street Day) Zürich», wird seit 1994 von Menschen in ehrenamtlicher Tätigkeit als jährlicher Anlass organisiert. Während zwei Wochen bietet das ZHPF – in Zusammenarbeit mit zahlreichen anderen queeren Vereinen und Gruppierungen – eine vielfältige Palette an Veranstaltungen zu einem jährlich wechselnden Motto. Die zweite Woche endet jeweils mit dem Zurich Pride Festival. Als Höhepunkt des zweitägigen Zurich Pride Wochenendes gilt der friedliche, politische Demonstrationsumzug am Samstagnachmittag durch die Zürcher Innenstadt. Das Zurich Pride Festival gilt als der grösste queere Anlass der Schweiz.

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Mit deinem Engagement und deiner Mitgliedschaft in einem queeren Verein unterstützt du nachhaltig die Community in der Schweiz. Sei auch du ein Teil unserer aktiven Bewegung, die sich für deine Anliegen einsetzt. Als Privatperson kannst du bereits ab 30 Franken jährlich Mitglied werden und über die Zukunft des Vereins mitbestimmen.

2022

2022

«trans – Vielfalt leben»
Zum ersten Mal in der 27-jährigen Geschichte der Zurich Pride wird der Fokus auf die rechtliche Situation und die Herausforderungen von trans Menschen gelegt. Die trans Community hat einerseits gemeinsame Themen, andererseits ist sie genauso divers, wie andere Personengruppen. Ein wichtiges Ziel ist, dass trans Menschen diese Diversität in Zukunft ohne Einschränkungen und Ausgrenzung leben können. In der hierfür gegründeten Arbeitsgruppe arbeiten trans Menschen inhaltlich sehr intensiv mit. Für die Wahl des Mottos wurde zum ersten Mal auch die Community befragt. Die Arbeitsgruppe hat die fast 100 eingegangen Vorschläge rege diskutiert, deren Aussenwirkung reflektiert und daraus das Motto gewählt.

2021

2021

«TRAU DICH! Ehe für alle jetzt!»
Die Unsicherheiten in Bezug auf das Coronavirus zwangen den Verein das Festival in der bekannten Form zum zweiten Mal in Folge abzusagen. Als Alternative und um die Sichtbarkeit der queeren Community im Pride Monat Juni sicherzustellen, organisierte der Verein einen einmaligen Anlass: «PRIDE TV» – ein Livestream mit politischen Statements, Musik, Gesprächsrunden und Shows. Die Situation im Sommer 2021 war lange zu unsicher und so hat sich der Vorstand entschieden, die Demonstration auf den 4. September zu verschieben. Rund 20’000 Menschen sind bei schönstem Wetter drei Wochen vor der Ehe für alle Abstimmung durch die Stadt Zürich gezogen. Abschliessen konnte man das Vereinsjahr mit einem grossen Fest: Die Ehe für alle wurde am 26. September angenommen! Dieser Erfolg ist für uns alle!

2020

2020

«Bekenne Farbe gegen Hass»
Körperliche und seelische Gewalt, Diskriminierung und Stigmatisierung gehört für die queere Community zum Alltag. Mit dem Zurich Pride Motto 2020 wollten wir uns farbenfroh auf den Strassen zeigen und alle Erscheinungsformen von Hass zum Thema machen sowie die Gesellschaft dazu aufrufen dagegen einzustehen. Leider musste die Demonstration und das Festival aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagt werden. Trotz Absage wurde die bereits erstellte Kampagne zum Motto veröffentlicht.

Was für Geschichten verbergen sich hinter Schlagzeilen wie «Schwules Paar an der Pride zusammengeschlagen»? Welche Formen von Gewalt erleben queere Menschen in der Schweiz? In einer selbst konzipierten und realisierten Kampagne gaben wir Wendy, Pstiwan, Nick, Micha und Vinci eine Plattform. Denn sie wollten reden und sie wollten aufrütteln. Damit das Tabuthema Gewalt endlich Gehör findet. Sie sind Menschen mit einer Botschaft. Sie bekennen Farbe gegen Hass.

2019

2019

«Strong in diversity»
Unter dem Motto „Strong in Diversity“ feierte die Zurich Pride 2019 ihr 25 Jahre Jubiläum und zugleich 50 Jahre Stonewall, der Ursprung der LGBTIQ (engl.: lesbian, gay, bisexual, transgender, inter, queer) Bewegung. Zum ersten Mal auf dem Sechseläutenplatz und in der Stadthausanlage (hinter dem Bürkliplatz).

Zum 50 Jahre Jubiläum unserer Pride-Bewegung haben wir mit unserem Motto „Strong in Diversity“ das bisher Erreichte gefeiert und an unsere Anfänge erinnert: Wir alle stehen heute auf den Schultern von mutigen Vorkämpfer:innen und Unterstützer:innen, die unermüdlich für unsere Rechte eingestanden sind.

Die Pride in Zürich feierte 2019 zudem ihr 25-jähriges Jubiläum. Angefangen als Protestaktion gegen die Homosexuellenregister fanden 1978 und 1982 die ersten beiden CSD statt. 1982 bis 1989 gab es weitere CSD, welche stark geprägt waren vom Kampf gegen AIDS und in Erinnerung an daran verstorbene Freund:innen. Seit 1994 findet nun jedes Jahr ein CSD in Zürich statt, der organisierende Verein hat sich nach der EuroPride im Jahr 2009 zum Zurich Pride Festival umbenannt.

2018

2018

«Same Love – Same Rights»
Das Motto machte darauf aufmerksam, dass homosexuell liebende Menschen in der Schweiz 2018 noch immer nicht die gleichen Rechte und Möglichkeiten hatten, wie Heterosexuelle. In diesem Jahr anerkannten 25 Länder (darunter 17 aus Europa) die Ehe für homosexuelle Paare – Die Schweiz gehörte noch nicht dazu. Das geltende Partnerschaftsgesetz kannte zur Ehe über 20 Unterschiede. Die queere Community forderte keine Sonderrechte und keine Bevorteilung: «Wir fordern gleiche Rechte für alle! Wir fordern, dass gleiche Liebe gleiche Rechte erhält!»

2017

2017

«No Fear To Be You – Sicherheit für LGBT-Flüchtlinge»
In diesem Jahr setzte die Zurich Pride bewusst auf ein kontroverses Motto. Die Situation von LGBT Geflüchteten konnte einer breiten Bevölkerungsschicht aufgezeigt werden. Besonders gefreut hat sich der Verein über die Solidarität der Teilnehmenden mit den Geflüchteten. «Wir konnten den geflüchteten Personen zeigen, dass sie hier willkommen sind und dass viele in der Community für sie einstehen», meinte Alan Sangines, Vize-Präsident des Vereins Zurich Pride und Ressortleiter Politik mit Blick auf die Tausenden von Menschen, die auf dem Münsterhof lautstark «Queer Refugees Welcome» skandierten und von der Zurich Pride produzierte Sticker mit eben diesem Slogan während der Demonstration und dem Festival trugen. Neu startete in diesem Jahr der Demonstrationsumzug vom Münsterhof Richtung Helvetiaplatz. An der Demonstration nahmen 19’000 Menschen teil, das 2-tägige Festival besuchten 37’000 Menschen.

2016

2016

#TeamForLove»
Mit dieser Nachricht soll gezeigt werden, dass die Liebe zweier Menschen im Vordergrund steht – egal, welches Geschlecht die beiden haben. Die Botschaft wurde auch im Wahlkampf gegen die CVP-Initiative gegen die Heiratsstrafe, die neben der Abschaffung der Steuerungleichheit für Ehepaare auch die Ehe zwischen Mann und Frau in die Verfassung schreiben will, genutzt.

Das Zurich Pride Festival fand auf dem Kasernenareal und Zeughaushof vom 10. bis 11. Juni 2016 statt. Am 11. Juni 2016 war der grosse Demonstrationszug durch die Zürcher Innenstadt.

2015

2015

«Gleichstellung ohne Grenzen»
Aufgrund der Rangierung der Schweiz im letzten Drittel der Rainbow-Map wollte man während dem Zurich Pride Festival 2015 thematisieren, dass es in der Schweiz hinsichtlich der gesetzlichen Grundlagen noch viel zu tun gäbe. Während der Pride Week wurden wiederum vielfältige Veranstaltungen zu Fachthemen und Kultur organisiert, und Gay Sport Zürich öffnete ihre Trainings für Interessierte. Die Credit Suisse stellte ihr LGBT-Ally Programm vor, der Film «Julia» feierte Schweizer Erstaufführung, das Büro für Gleichstellung der Stadt Zürich diskutierte das Thema «Prides zwischen Party und Politik», und ab der Podiumsdiskussion wurde die Förderung von lesbischen, bisexuellen und queeren Frauen besprochen.

Vor dem Demonstrationsumzug sprachen Vertreter der nationalen LGBT-Dachorganisationen, die US-Botschafterin Suzan LeVine und Aline Trede zur Menge. Angeführt wurde der Demonstrationsumzug von Botschaftern aus elf Nationen.

Auf dem Kasernenareal und Zeughaushof wurde das Zurich Pride Festival gefeiert. Nebst den Reden von Daniel Jositsch und Rosmarie Qudranti sprach das US-Model Alex Minsky zu den Festivalbesuchenden. Ebenso war ein Auftritt von Snap! zu sehen, die Hits wie «Rythm is a Dancer» aufführten.

2014

2014

«Jetzt erst Recht!»
2014 markierte das 20-Jahr-Jubiläum. Entsprechend kehrte das Zurich Pride Festival an die Wurzeln seiner Herkunft zurück und breitete sich über das Kasernenareal aus. Die Pride stand unter dem Motto «Jetzt erst Recht!» und prangerte unter anderem die zunehmende Gewalt an Homosexuellen in Osteuropa und Russland an. Am Freitagabend gab sich Conchita Wurst die Ehre, drei seiner Stücke zum Besten zu geben und nahm ausserdem den «Conchita Wurst Unstoppable Award» aus der Hand von Moderator Kurt Aeschbacher in Empfang. Damit ehrte die Pride das mutige Auftreten des Künstlers am Eurovision Song Contest.

Am Samstagmittag versammelten sich bei hochsommerlichem Wetter neben Interessensgruppierungen der LGBT-Gemeinde auch zahlreiche Familien auf dem Helvetiaplatz, um den Ansprachen der geladenen Politiker, Hans Fehr und Laurent Seydoux zuzuhören. Anschliessend zog ein fröhlicher Demonstrationsumzug von 12’000 Personen durch die Strassen Zürichs. Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch, der Genfer Ständerat Robert Cramer und der Ausserrhoder Nationalrat Andrea Caroni hielten Reden.

2013

2013

«All Families Matter»
Im Jahr 2013 stand die Zurich Pride ganz im Zeichen der Familien. Mit dem Motto «All Families Matter!» (zu Deutsch: «alle Familien zählen gleich viel») wollten wir aufzeigen, dass Kinder keine konservativen Familienbilder, sondern liebende Eltern brauchen. Gleichzeitig sollte das Motto darauf hinweisen, dass das heute in der Schweiz noch gültige Adoptionsverbot für homosexuelle Paare völlig unsinnig und keineswegs im Sinne des Kindeswohls ist. Mit dem Dachverband Regenbogenfamilien hatte man den idealen politischen Partner, um diese Botschaft deutlich und mit stichfesten Fakten untermauert zu verbreiten. Während der Pride Week organisierte der Dachverband Regenbogenfamilien eine Fachtagung, an der hochkarätige Wissenschaftler aus der ganzen Welt über das Thema Regenbogenfamilien referierten. Der Demonstrationsumzug wurde vom frisch gewählten Zürcher Polizeivorsteher Richard Wolff eröffnet. Weiter berichtete Mona Läuchli von ihrem Alltag in einer Regenbogenfamilie. Angeführt wurde der Demonstrationsumzug von Regenbogenfamilien und einem Bimmelzug, auf dem Kinder den zahlreichen Zuschauern vergnügt Süssigkeiten zuwarfen.

Bei sonnigem Wetter wurde anschliessend ausgelassen das Zurich Pride Festival auf dem Turbinenplatz gefeiert. Abgerundet wurde das Festival durch ein flammendes Plädoyer von Nationalrätin Chantal Galladé für sofortige Gleichstellung und einer engagierten Rede des Zürcher Gemeinderatspräsidenten (und damit höchsten Zürchers) und seit Jahrzehnten für LGBT Rechte kämpfenden Martin Abele.

2012

2012

«Welcome To Reality»
Eine hohe Auszeichnung für dieses politische Festival war der Auftritt der Bundesrätin und Vorsteherin des Eidgenössischen Polizei- und Justizdepartement (EJPD) Frau Simonetta Sommaruga. Sie war als politische Rednerin auf der Hauptbühne aus dem Bundeshaus angereist. Das Motto «Welcome to Reality» (zu Deutsch: «Willkommen in der Realität») soll aufwecken, aufzeigen und den Blick zu den heutigen Problemen lenken, denn es gibt noch in der Schweiz und dem Rest der Welt Diskriminierungen und Übergriffe auf Mitglieder der LGBTIQ-Community. Es geht sogar so weit, dass es manche Staaten die LGBTIQ Menschen wegsperren, foltern und hinrichten. Gemeinsam mit Queeramnesty Schweiz und der Uganderin Kasha J. Nabagesera wurde die Öffentlichkeit mit diesem Thema konfrontiert. Es war ein sehr sonniges und warmes Open Air auf dem Zürcher Turbinenplatz im Kreis 5. Die ca. 38’000 Gäste feierten friedlich die Künstler auf der Bühne, die in diesem Jahr neu ausgerichtet wurde. Ein Demonstrationsmarsch zog vom Helvetiaplatz via Bahnhofstrasse zum Werdmühleplatz.

2011

2011

«Live with The Difference – Vivre avec la différence»
Die Thematik Anti-Diskriminierung und eine gesundheitsorientierten Ausrichtung des Festivals war Anlass zum Motto «live with the difference – vivre avec la différence» für die Zurich Pride-Session 2011. Es nahm sich dem von den Dachverbänden Pinkcross und LOS lancierten Kampf gegen die Diskriminierung an. Das Motto versteht sich als Aufforderung, die Unterschiede Anderer zu tolerieren und zu akzeptieren, aber auch mit dem eigenen Anderssein zu leben. Dabei bezieht sich dies nicht nur auf die sexuellen Ausrichtungen, sondern auf sämtliche Diversitäten in unserer Gesellschaft.

Mit den politischen Reden, der Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch, dem Zürcher Polizeivorsteher Daniel Leupi, dem Ständerat Felix Gutzwiller und Zürcher Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger konnte hochrangige politische Vertreter auf der Hauptbühne begrüsst werden. Die ca. 35’000 Besucher erlebten ein Festival, mit vielen Künstlern, einem Demonstrationsumzug durch die Zürcher Innenstadt und vielen Informationsständen.

2010

2010

«Do Ask – Do Tell»
Über vier Tage verteilt wurde 2010 ein kulturelles und politisches Programm geboten, in dem für mehr Toleranz und Akzeptanz in der Gesellschaft geworben wurde. Auf dem Turbinenplatz fanden sich zahlreiche Informationsstände und die grosse Hauptbühne. Das anschliessende Seizareal beherbergte die Kulturbühne und weitere Stände von Organisationen und Institutionen. Am Samstag fand die Demonstration statt. Die Route startete bei der Hafenanlage Enge und führte um das Seebecken bis zur Bellerivestrasse. Unter dem Motto «Do Ask – Do Tell» forderte das Festivalkomitee zu mehr Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Gruppen innerhalb der Gesellschaft auf.

2009

2009

«Europride Zürich»
Der CSD wurde diesmal im Rahmen der Europride durchgeführt, die zum ersten Mal in der Schweiz stattfand. Knapp 50’000 Menschen nahmen an der grossen Parade teil und demonstrierten am 6. Juni für ihre Rechte «Your rights are my rights», rund 100.000 Menschen säumten den Strassenrand. Mit 24 Festwagen und 25 Vereinen war es die längste Parade, die es je in Zürich gab. Tausende Besucher:innen liessen sich am zweitägigen Stadtfest von Zürich verzaubern. Über 50 mobile Sterne leuchteten über den Strassen des Festgeländes. Die Stadt Zürich wurde mit Regenbogenfahnen in der Innenstadt und auf Trams und Bussen geschmückt. Die Besucher:innen kamen aus der ganzen Schweiz, aus Europa und aus Übersee. Das Rahmenprogramm der Europride dauerte fünf Wochen. Insgesamt standen 218 Veranstaltungen auf dem Programm. Davon wurden 70 Filme gezeigt und 51 kulturelle Veranstaltungen, sowie 51 Partys fanden statt. Viele Veranstaltungen wie beispielsweise Pink Apple oder der Warme Mai waren ausverkauft. Am Sportwochenende kämpften mehr als 300 Athleten aus der ganzen Schweiz und Europa um Medaillen. Bei den politischen Diskussionen konnte eine ganze Bandbreite an Themen diskutiert werden, beispielsweise die Familiensituation von Lesben und Schwule, Soziale Vielfalt bis hin zum ersten Gay and Lesbian Economic Forum in der Schweiz.

An der Europride fand das erste internationale Tanzturnier seit den Eurogames 2000 statt. Ebenso wurde eine Website zur Geschichte von Schwulen in der Schweiz aufgeschaltet. Es wurde zusätzlich ein zweitägiges Stadtfest mit drei Bühnen in der Mitte von Zürich durchgeführt.

Im Jahr der Europride wurde im November der Trägerverein «Gay Pride – Christopher Street Day Zürich» einer Rundumerneuerung unterzogen. Neben der Totalrevision der Statuten, erhielt der Verein auch einen neuen Namen, nämlich «Zurich Pride Festival». Auch das vorher bekannte Doppelpräsidium endete.

2008

2008

«Offside & mittendrin»
Eine Woche nach dem CSD Zürich startet in der Schweiz und Österreich die Fussball-Europameisterschaft. Die Nähe zum grössten Sportfest, wurde von den Organisatoren des CSD als Chance und Herausforderung gesehen. Sie wollten aufmerksam machen, dass die Homosexualität im Fussball immer noch stark tabuisiert wurden. Als Symbol wurden zwei mit rosa Ballonen geschmückte Fussballtore durch die Stadt gezogen. Wie bereits in den Jahren zuvor, konnte die Teilnehmer:innenzahl am Demonstrationsumzug gesteigert werden.

2007

2007

«Bekenne Dich!»
Der CSD von 2007 forderte die Lesben und die Schwulen dazu auf, sich zu ihrer sexuellen Ausrichtung zu bekennen und damit die gesellschaftliche Akzeptanz dieser Lebensweise zu fördern. Als Redner wurde der Klaus Wowereit (Regierende Bürgermeister von Berlin) eingeladen, der mit seinem öffentlichen Bekenntnis vor seiner Wahl zu einer Vorbildfunktion werden könnte. Zusätzlich wurde am CSD die Schliessung von Darkrooms durch die Stadt Zürich kritisiert. Als Symbol wurde mit einem schwarzen Sarg das Zürcher Nachtleben zu Grabe getragen.

2006

2006

«Akzeptanz macht Schule»
Ein Motto, das in erster Linie Schulen und die Politik dazu auffordert, Homosexualität in der Schule zu enttabuisieren, das Thema in die Lehrmittel aufzunehmen und gleichgeschlechtliche Lehrkräfte voll zu akzeptieren. Aber auch Eltern werden dazu ermutigt, der Homosexualität der Tochter oder des Sohnes wertfrei zu begegnen. Der CSD Zürich führt einige Neuerungen ein: Neben zwei politischen Reden wurde mit Patrick Frey ein Bühnenkünstler eingeladen, seine persönliche Sicht darzulegen. Die Parade war die grösste bisher in der Geschichte des CSD Zürich.

2005

2005

«Go For yes!»
Das Motto dieses Festivals war «Go For yes!». Einen Tag vor der nationalen Abstimmung über das Partnerschaftsgesetz wurde vom CSD die Zustimmung gefordert. Auf dem Helvetiaplatz sprachen Nationalrätin Doris Leuthard (CVP) und SP-Regierungsrat Markus Notter. Am Umzug werden ungefähr 8’000 Leute gezählt und das Fest auf dem Turbinenplatz wurde von der schwedischen Gruppe Alcazar musikalisch unterstützt.

2004

2004

«Rights Now! – Lesben und Schwule weltweit»
Erstmals fand der CSD Zürich schon Anfang Juni statt und trotz trüben Wetters kamen Tausende an den Umzug und zum anschliessenden Fest, das neu auf dem Turbinenplatz im Kreis 5 stattfand. Auf der Hauptbühne trat die britische Sängerin Samantha Fox auf. Zum ersten Mal wurde ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert, der ab diesem Zeitpunkt zum festen Rahmenprogramm des Festival wurde. Dieser wird von der evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich, von der römisch-katholischen Kirche im Kanton Zürich und ab 2009 auch von der christkatholischen Kirchgemeinde Zürich mitgetragen.

2003

2003

«landauf – stadtab»
Mit diesem CSD wurde darauf hingewiesen, dass es eine lesbisch-schwule Realität jenseits der Metropolen gibt. Man wollte auf Missstände in der Akzeptanz schwul-lesbischer Lebensweise auf dem Land hinweisen, die in der Stadt längst ausgeräumt waren. Die Redner waren ein Kantonalparlamentarier aus ländlichen Gebieten. Gast auf der Hauptbühne war Tina Charles.

2002

2002

«We are family»
Im Jahr der Familie macht auch der CSD Zürich die Familie zum Motto. Es lautete «We are family». Thematisiert wurde einerseits die Familie, in der Lesben und Schwule aufgewachsen sind, andererseits die neuen, unkonventionellen Familien, in denen sie leben. Redner auf dem Helvetiaplatz war der Zürcher Stadtpräsident Elmar Ledergerber. Auf der Hauptbühne trat das spanische Duo Baccara auf.

2001

2001

«Work together»
Mit dem Motto sollte auf die Situation von Lesben und Schwulen am Arbeitsplatz aufmerksam gemacht werden. So wurde beispielsweise auf Diskriminierungen (Mobbing oder Nichtbeförderung) hingewiesen. Bekannter Redner auf dem Helvetiaplatz war der damalige Schweizer Bundespräsident Moritz Leuenberger. Auf der Hauptbühne hatte die Schweizer Sängerin Maja Brunner einen Auftritt.

2000

2000

«lesbisch-schwul-bi-national»
Die Situation gleichgeschlechtlicher Paare, in dem ein Partner ausländischer Nationalität ist, war im Jahr 2000 das Thema am CSD Zürich. Dabei wurde eine registrierte Partnerschaft gefordert, damit die Partnerin oder der Partner zu einer Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung in der Schweiz kommen kann. Das Kulturprogramm musste in letzter Minute vom Platzspitz auf das Zeughausareal verlegt werden. Dort trat u. a. Nella Martinetti auf.

1999

1999

«30 Jahre Stonewall – gleiche Rechte jetzt!»
Der CSD Zürich feierte den dreissigsten Jahrestag der Stonewall-Krawallen. Das Motto lautete «Gleiche Rechte jetzt!». Als Redner:innen traten auf: die damalige Basler Nationalrätin Margrith von Felten und der FDP-Kantonsrat Hans-Peter Portmann. Auf der Hauptbühne des Platzspitz moderierte Valentino, der damalige Mr. Gay, ein Kulturprogramm, bei dem u. a. Tara LaTrash und weitere Zürcher Persönlichkeiten auftraten.

1994–1998

1994–1998

«1994-1998»
Der CSD Zürich wurde 1994 das erste Mal durchgeführt. Die Feste fanden teilweise hinter dem Landesmuseum, beim Theater Gessnerallee, auf dem Zeughausareal oder dem Turbinenplatz statt. Von dem zuerst einfachen Demonstrationszug und Festareal verwandelte sich der CSD mit den Jahren in ein Festival mit Rahmenprogramm. 1995 wurde der Verein CSD Zürich gegründet.