Die Zurich Pride erklärt der CVP-Initiative den Krieg

Beunruhigende Umfragen

Mit Entsetzen hat der Vorstand des Vereins Zurich Pride Festival zur Kenntnis genommen, dass die CVP-Initiative zur «Abschaffung der Heiratsstrafe» laut Umfragen auf Zustimmung stösst.
Im Rahmen des Zurich Pride Festivals demonstrieren Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transmenschen (LGBT) und unsere Verbündeten jährlich für eine tolerante, liberale und offene Schweiz, in der es keinen Platz für Diskriminierungen gibt und LGBTs rechtlich gleichgestellt sind. Unter dem Motto #TeamForLove ruft das Zurich Pride Festival alle dazu auf, Teil des Teams für die Liebe zu werden.

Schnellzug ins Mittelalter

Der Verein Zurich Pride Festival anerkennt, dass die Schweiz bereits Schritte Richtung gleiche Rechte für LGBTs gemacht hat. Durch die CVP-Initiative droht jedoch ein gewaltiger Rückschritt. So fordert die Initiative, dass die Heirat nur zwischen Mann und Frau erfolgen darf. Und diese mittelalterliche Forderung soll erst noch in unsere Verfassung kommen! Die Schweiz wäre damit das letzte Land in Westeuropa mit einer derart diskriminierenden Verfassungsbestimmung. Eine Verfassungsbestimmung die sagt, die Liebe von gleichgeschlechtlichen Paaren sei nicht heiratswürdig. Exakt dieselbe Bestimmung hatten beispielsweise ultraradikale Konservative in den USA jahrelang versucht in die Verfassung zu schleusen – und waren selbst unter den Zeiten von Präsident Bush damit gescheitert.
Dem Zurich Pride Festival graut vor einem Abstimmungssonntag an welchem vor allem Gratulationen von Personen wie Donald Trump erfolgen. Aus diesem Grund schalten wir uns aktiv in den Abstimmungskampf ein.

Aktiver Einsatz für ein Nein am 28. Februar 2016

In den nächsten Tagen wird der Verein Zurich Pride Festival in Tageszeitungen Inserate gegen die Initiative schalten. Mit diesen Inseraten soll darauf hingewiesen werden, dass es sich bei der CVP-Initiative um eine gefährliche Mogelpackung handelt. Die Initiative verspricht zwar Steuererleichterungen für Ehepaare, in Wahrheit diskriminiert sie aber gleichgeschlechtliche Paare massiv und degradiert sie per Verfassung zu Menschen zweiter Klasse. Ein solch vergiftetes Geschenk wollen wir nicht. Wir sagen: zurück an den Absender! Denn: die «Abschaffung der Heiratsstrafe» kann noch immer angegangen werden, ohne Minderheiten zu diskriminieren.

Abstimmungsparty

Gleichzeitig wird der Verein Zurich Pride Festival in Zusammenarbeit mit dem erfolgreichen Partylabel Boyahkasha eine Abstimmungsparty organisieren. Am 13. Februar 2016 wird im Heaven Club die regelmässig stattfindende Boyahkasha Party durchgeführt. Unter dem Motto «Roar» werden LGBTs und ihre Freundinnen und Freunde den Club zum kochen bringen! Gleichzeitig wird ein Wahlbüro eingerichtet, in welchem sich die Gäste beraten lassen und ihre Stimmen (unter Wahrung des Stimmgeheimnisses) abgeben können. Und das Beste: Wer seinen Stimmzettel mitbringt, kriegt den Eintritt gratis! Man tut also nicht nur etwas für die Community, sondern schont auch noch sein Portemonnaie.
Weiter wird sich das Zurich Pride Festival weiterhin aktiv für ein NEIN am 28. Februar 2016 einsetzen. Wir rufen die gesamte Bevölkerung dazu auf, sich gegen diese gefährliche Initiative zu engagieren. Weitere Informationen dazu findet man auf www.gemeinsam-weiter.ch.